3…2…1… seins!

Das Weltall gehört nun den Vereinigten Staaten von Amerika, sagt George W. Bush. Einfach so. Beschlossen am 7. Oktober und dann “klammheimlich” ins Internet gestellt. Was ist schon ein Weltall?

“Handlungsfreiheit im Weltraum ist für die Vereinigten Staaten ebenso wichtig wie Fähigkeiten in der Luft oder zur See”, heißt es laut dem Bericht in dem Papier. “Die USA werden sich der Entwicklung neuer rechtlicher Vereinbarungen oder anderer Beschränkungen widersetzen, die ihren Zugang zum All oder dessen Nutzung verhindern oder einschränken wollen.”

Quelle: Spon

So, machen wir uns erstmal schlau. Wo fängt das Weltall an? Richtig, ab 100 km Höhe - für die NASA jedoch bereits ab 80 km (50 Meilen). Schränken wir die Amerikaner im Weltall ein oder verhindern die Nutzung des Universums? Nein?
Vielleicht! Schließlich planen wir ja für 2010 unsere Antwort auf GPS, nämlich Galileo und eben diese Satelliten (zur Zeit ein Testsatellit, wenn alles komplett fertig ist, werden es 27 plus drei Ersatzsatelliten sein) umkreisen unsere Erde in einer Höhe von 23.260 km - zum Vergleich: die ISS umkreist uns in ca. 350 km Höhe. Also ganz schön tief im Weltall.
Und wo schränken wir sie dann ein?
GPS gehört dem amerikanischen Verteidigungsministerium, wird in eventuellen Kriegsfällen gestört und nur das amerikanische Militär bekommt korrekte Daten - wir mit unseren GPS-Empfänger fahren mitunter munter mehrere Kilometer falsch. Kann passieren. Passiert mit Galileo aber nicht, also das Stören, da es für zivile Zwecke konzipiert wurde und keiner nationalen militärischen Kontrolle unterliegt. Und das wiederum ärgert natürlich die Amerikaner - ein Knopf weniger den sie drücken können. Kontrolle? Fehlanzeige! Man muss erstmal die EU Fragen. Und deren Antwort fällt mitunter nicht wie gewünscht aus.

Was nun genau dahinter steckt, werden wir sicher schon bald bemerken - leider hat das ganze einen faden Beigeschmack. Größenwahnsinn & Allmachtsphantasien sind historisch noch nie gutgegangen…

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