Verstehe ich nicht…

Heute bei Xing gefunden, namendo.de.
Was ist namendo.de?
Auf namendo.de kann man seine Businessdaten hinterlegen und wenn jemanden Interesse hat, kann er die gewünschten Daten für 2€ zzgl. MwSt. kaufen. Man selber kann seine Businesskontakte einpflegen und verdient dann mit. Zusätzlich bekommt man Guthaben, wenn man Freunde/Bekannte/Kontakte einlädt, die wiederum ihre Daten einpflegen.

Das meinen die doch nicht wirklich ernst?
Ich handhabe es bei Xing ja so, dass alle die ich persönlich kenne, mit denen ich zusammenarbeite oder eine Zusammenarbeit in Zukunft angestrebt wird, zu meinen Kontakten hinzufüge. Einfach so kommt da keiner auf meine Liste. Jetzt kommt so was wie namendo .de und verkauft “Kontakte”. Also ich möchte meinen Namen da nicht verkauft wissen. Muss ich mich jetzt täglich selber suchen, aus Angst auf dieser Seite unfreiwillig aufzutauchen? Wie ist das wenn ich jetzt die Gelben Seitenabtippe? gut, ist viel Arbeit, aber wer kontrolliert es? diese 15 Tage Reklamtionszeit sind ja nicht wirklich ein Garant dafür das alles stimmt. Start war wohl gestern, denn, oben rechts findet sich folgende Zeile:

 

Aktueller Datenbestand:

87.982 Kontakte aus 27.821 Unternehmen
Neu seit letztem Sonntag: 87.982 Kontakte

Woher stammen diese Kontakte?
Irgendwie sehr suspekt das ganze und eine richtige “Aufklärung” finde ich auch nicht. Über uns gibt mir nicht die gewünschten Antworten und unter Hilfe stehe ich weiterhin mit einem Fragezeichen über meinem Kopf.

Natürlich clever billig an viele Datensätze zu kommen - aber “seriös” sieht anders aus.

6 Responses to “Verstehe ich nicht…”

  1. Heiko S.  on Juni 12th, 2007

    Aber wärst du als XING user nicht prädestiniert dafür deine Kontakte dort zu verkaufen?
    Aber vielleicht versteh ich das Konzept auch nicht wirklich.

  2. Heiko Ditges  on Juni 13th, 2007

    Hallo Heiko S.,
    verkaufst Du Deine Kontakte? Ich werde mich hüten und gerade das macht in meinen Augen namendo so unseriös. Wenn ich Kontakte vermitteln will frage ich per email nach oder nutze - weil ich Xing User bin - das vorstellen meiner Kontakte über die Xing Plattform. Meine Kontakte zu “vergolden” halte ich für einen schwerwiegenden Fehler.
    Grüße
    Heiko D.

  3. Dirk  on Juni 26th, 2007

    Hallo,

    es gibt doch schon seit langem Adress-Broker, die arbeiten im Prinzip nicht anders. Dann müsstest du dort auch ständig prüfen, ob deine Adresse vorhanden ist. Ich kann deine Bedenken natürlich schon verstehen, mir persönlich soll es recht sein, hin und wieder von einem Headhunter kontaktiert zu werden.

    Dirk

  4. Heiko Ditges  on Juni 26th, 2007

    Hallo Dirk,
    warum sollte ein Headhunter Deine Adresse dort kaufen? Wesentlich einfacher hat er es doch via XING - meiner Meinung nach. Will XING nicht in den Himmel loben - aber da sehe ich wesentlich mehr Potential als bei Namendo.de. Nur mal so Gegengerechnet - 2€ plus MwSt. sind 2,38€ je Kontakt - XING kostet mich 15€ plus MwST. also 17,85€ für drei Monate - quasi 7 1/2 Kontakte.
    Gegen einen Headhunter habe ich ja auch nichts einzuwenden - freu mich über jede Zuschrift ;) - aber ob er sich vorab meine Adresse kaufen wird - wenn er sie bei XING bekommt, oder meinen Namen im “real life” zugetragen wird - wage ich zu bezweifeln. So richtig überzeugend wirkt namendo.de immernoch nicht auf mich - sehe immernoch nicht den Mehrwert. Vielelicht habe ich auch nur Tomaten auf den Augen ;) dann bitte ich mich aufzuklären.

  5. Sascha  on August 24th, 2007

    Hi Heiko,

    > warum sollte ein Headhunter Deine Adresse dort kaufen? Wesentlich
    > einfacher hat er es doch via XING
    Nicht unbedingt. Die meisten Headhunter rufen am liebsten an und mailen nicht. Das erstere ist einfach wesentlich persönlicher und wie ich von einem befreundeten Headhunter gehört habe, auch wesentlich erfolsversprechender. Und bei Xing bekommt der Headhunter Deine Kontaktinfos ja erst, wenn Du seiner Kontaktanfrage zugestimmt hast. Ist für nen Headhunter also nicht so bequem. Zudem bietet Xing auch nicht die Möglichkeit unspezifisch zu suchen…z.B. 100 Einkaufsleiter aus der Pharmabranche, deren Unternehmen 500-1000 Mitarbeiter haben und über 10 Mio. Umsatz liegen. Ob einem das allerdings jeweils einen Preis von 2,00 Euro Wert ist, wird der Markt zeigen. Der Preis von traditionellen Adressvermarktern liegt ungefähr auf dem Niveau.

    Interessant an dem Adress-Brokerage Ansatz ist aber noch was anderes. Nämlich, dass man zum einen auch Kontakte findet, die sich nicht z.B. über Xing sozialisieren und zum anderen dass man das ganze auch für Direktmarketing-Zwecke nutzen kann. Beide Aspekte sind vor dem Hintergrund, dass ja Nutzer die Daten einstellen und das ganze nicht zentral von einer Firma erhoben wird, sehr spannend. Die Wahrscheinlichkeit ist ja hoch, dass die Daten zum einen aktueller sind als die von traditionellen Anbietern und zum anderen auch viele Kontakte aus dem Middle-Management enthalten sein werden, die man sonst nur schwer findet.

    Grüße

    Sascha.


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