Archive for 'Politikbankett'

187 Millionen Euro

Zur Zeit läuft in Stuttgart das Dreikönigstreffen der FDP und durch Zufall blieb ich bei der Rede von Herrn Westerwelle hängen. Ich staunte nicht schlecht als Guido Westerwelle erwähnte, das die Bundesrepublik Deutschland China mit 187 Millionen Euros als Entwicklungshilfe bezuschusst.
Holla die Waldfee – das ist mal eine Summe die ich kaum glauben kann. Also Tante Google gefragt.
Ich zitiere:

Nach den im Februar dieses Jahres veröffentlichten Zahlen aus dem Jahr 2005 hat das Land mit den zweistelligen Wachstumsraten zuletzt etwas mehr als 255 Millionen Dollar, also rund 187 Millionen Euro, von Deutschland erhalten. Nur Irak und Nigeria bekamen 2005 ausnahmsweise mehr als China.
FAZ vom 31. Juli 2007

Okay, das ist wohl eine Zahl aus dem Jahre 2005, aber aktuell schaut es so aus:

Danach hat Berlin China zuletzt 67 Millionen Euro an neuen Hilfen zugesagt. Hinter Afghanistan (100 Millionen Euro) und Indien (72 Millionen Euro) steht Peking damit auf der Liste des Ministeriums ebenfalls auf dem dritten Rang.
FAZ vom 31. Juli 2007

Zuschüsse an ein Land mit zweistelligen Wachstumsraten? An ein Land welches Deutschland auf Platz Vier der Wirtschaftsnationen verbannt hat, ich weiß, das ist nur eine Seite der Medaille, die andere sieht dann so aus, dass das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf bei den Chinesen weit hinter dem der Bundesrepublik liegt.
Da gehen sie also hin unsere Steuern. Wäre das nicht auch ein Fall für das Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler?

Mein Job, mein Haus…

…mein Auto. So muss sich Eddie gestern gefühlt haben. Mann von Welt zeigt gerne was er hat. Eddie hat zwei, zwei Dienstfahrzeuge. Man gönnt sich ja sonst nichts! Als treuer BMW- Fahrer hat er sich nun also auch noch einen Audi zugelegt. Die Haushaltskassen sind nie wirklich voll – man beklagt sich immerzu das man chronisch Pleite ist – für ein zweites Auto hat man es scheinbar. Nun, wollen wir ihm zu gute heissen, dass es geleast ist? In Berlin wird uns gepredigt, wir müssen alle den Gürtel enger schnallen – scheinbar definiert man in Bayern “alle” anders.

Und was bleibt uns? Wir müssen unseren Alltag meistern…
Quelle: Sueddeutsche

Auf den Punkt gebracht

“Ein Volk zu täuschen ist ein Verbrechen, es zu enttäuschen ein Fehler.”
Agustina Bessa-Luis

Kann man unkommentiert stehen lassen.

Neues aus der Politiknetzwelt

Das Internet revolutioniert sich und auch in der Politik nimmt man das Netz mal mehr, mal weniger für sich in Anspruch. Frau Merkel ist mittlerweile emsige Podcasterin (direkt zum Podcast) aber auch wir als BürgerInnen haben nun mehr Möglichkeiten uns an unsere Bundeskanzlerin zu wenden. Wenn auch sie nicht direkt antwortet, ihr Stab an Mitarbeiter macht dies. Einmal wöchentlich werden die drei meist bewerteten Fragen von direktzurkanzlerin.de nach Berlin geschickt und dort auch beantwortet. Quelle: heise

In Amerika ist man da schon weiter, wobei da auch mit wesentlich härten Bandagen gekämpft wird. Google Bombing ist ein Machtinstrument um seinen Gegner zu schädigen. Wirklich neu ist das ganze zwar nun nicht, aber in einem Wahlkampf bisher nicht so verstärkt eingesetzt wie jetzt. Mit Hilfe von unvorteilhaften Kommentaren werden gezielt Links gesetzt. Google mag es wenn viele Seiten auf eine bestimmte verweisen. Beispiel: Man suche nach “Miserable Failure” (Erbärmlicher Versager) bei Google – man landet bei *trommelwirbel* George W. Bush. Was Google wohl ausspukt wenn man nach Kohlkopf sucht?
Quellen: heise // spon

Wann waren nochmal bei uns die nächsten entscheidenden Wahlen?

Geht es nicht schneller?

“Ich gehöre zu dem Typ Mensch, der schon im Sport die gesamte Unterrichtsstunde auf dem Dreimeterbrett gestanden hat und erst in der 45. Minute gesprungen ist.” - Welt am Sonntag, 31. Dezember 2000

Bitte nicht - das hiesse es geht bis 2009 so weiter - springen Sie Frau Merkel. Jetzt!

Und wer hat Schuld?

Och nö – oder? Liest man sich den Artikel im Stern durch, fängt man erst an mit dem Kopf zu schütteln. Dann grinst man und denkt sich: Hat der liebe Herr Ehemann der guten Rechtsanwältin den Hochzeits- oder Geburtstag vergessen? Oder ist deren Intimleben gänzlich abgeschafft worden? Anders als aus purer Frustration ist es mir nicht erklärlich wie man ein Hakenkreuz auf dem Foto erkennen kann. Männer, warum sind wir auch nur so vergesslich? Jetzt hat schon die Modewelt darunter zu leiden. Haben wir wieder toll hin bekommen… Damit das nicht ausufert, mein Appell an alle Mitmänner: macht euch Knoten ins Taschentuch, lasst euch die wichtigen Daten eintätowieren, speist den Outlook-Kalender mit den entsprechenden Tagen, aber vergesst bitte, bitte nie wieder so etwas! Stellt euch nur vor was passiert wenn Frau Merkel frustriert ist…

3…2…1… seins!

Das Weltall gehört nun den Vereinigten Staaten von Amerika, sagt George W. Bush. Einfach so. Beschlossen am 7. Oktober und dann “klammheimlich” ins Internet gestellt. Was ist schon ein Weltall?

“Handlungsfreiheit im Weltraum ist für die Vereinigten Staaten ebenso wichtig wie Fähigkeiten in der Luft oder zur See”, heißt es laut dem Bericht in dem Papier. “Die USA werden sich der Entwicklung neuer rechtlicher Vereinbarungen oder anderer Beschränkungen widersetzen, die ihren Zugang zum All oder dessen Nutzung verhindern oder einschränken wollen.”

Quelle: Spon

So, machen wir uns erstmal schlau. Wo fängt das Weltall an? Richtig, ab 100 km Höhe - für die NASA jedoch bereits ab 80 km (50 Meilen). Schränken wir die Amerikaner im Weltall ein oder verhindern die Nutzung des Universums? Nein?
Vielleicht! Schließlich planen wir ja für 2010 unsere Antwort auf GPS, nämlich Galileo und eben diese Satelliten (zur Zeit ein Testsatellit, wenn alles komplett fertig ist, werden es 27 plus drei Ersatzsatelliten sein) umkreisen unsere Erde in einer Höhe von 23.260 km - zum Vergleich: die ISS umkreist uns in ca. 350 km Höhe. Also ganz schön tief im Weltall.
Und wo schränken wir sie dann ein?
GPS gehört dem amerikanischen Verteidigungsministerium, wird in eventuellen Kriegsfällen gestört und nur das amerikanische Militär bekommt korrekte Daten - wir mit unseren GPS-Empfänger fahren mitunter munter mehrere Kilometer falsch. Kann passieren. Passiert mit Galileo aber nicht, also das Stören, da es für zivile Zwecke konzipiert wurde und keiner nationalen militärischen Kontrolle unterliegt. Und das wiederum ärgert natürlich die Amerikaner - ein Knopf weniger den sie drücken können. Kontrolle? Fehlanzeige! Man muss erstmal die EU Fragen. Und deren Antwort fällt mitunter nicht wie gewünscht aus.

Was nun genau dahinter steckt, werden wir sicher schon bald bemerken - leider hat das ganze einen faden Beigeschmack. Größenwahnsinn & Allmachtsphantasien sind historisch noch nie gutgegangen…

Ja wo ist er hin

Der Leistungswille ist entfleucht. Weg. Einfach so.
Und wem ist es aufgefallen? Kurt Beck, seines Zeichens Bundesvorsitzender der SPD.
Herr Beck sagt:

“Früher gab es in armen Familien, auch in meiner eigenen, das Streben der Eltern: Meine Kinder sollen es einmal besser haben!”, sagte Beck. Es bestehe die Gefahr, dass dieses Streben in Teilen der Gesellschaft verloren gehe. Hier müsse der Staat unterstützend eingreifen, fördern und fordern. Quelle: Spon

So, so, Herr Beck, „in Teilen der Gesellschaft verloren“, „der Staat müsse unterstützend eingreifen“. Genau, fangen Sie mal mit guten Vorbildern an und zeigen Sie Leistungswillen!

Ich als Fussballmuffel wurde vom WM-Fieber mitgerissen. Stimmen Sie unsere Regierung ein – ich will Leidenschaft sehen, zeigen sie uns – ja wir sind das Volk – das Sie den Willen haben etwas zu ändern und uns wieder nach vorn zu bringen.Wenn Sie dies schaffen, ja dann bin ich mir sicher das es zukünftig ein Politik-Fieber in unseren Straßen ausbrechen wird.

Mit dem Herzen in der Hand und der Leidenschaft im Kopf, werden wir ein Volk mit guter Laune!

Ich mach mir schon mal mein Fähnchen ans Auto…

Morgen geht die Bombe hoch

Am 09. Oktober 2006 hat es also Zisch gemacht – oder war es doch ein Boom? Glaubt man den Worten Nordkoreas handelte es sich um ein Atombombentest – man hat ja nichts zu verbergen. Was man aber weiß: Internationale Verträge sind somit gebrochen, inklusive einer Erklärung Nordkoreas vom 19. September 2005 beim Sechs-Parteien-Gespräch. Dort signalisierte Kim Jong Il seine Bereitschaft sein Atomwaffenprogram zugunsten wirtschaftlicher und technologischer Hilfe aufzugeben. Wie sagt man? Ein Satz mit X? - War wohl nix.Und da die Welt von einem Zisch ausgeht musste man wohl noch ein Boom hinterher werfen. Denn so lies uns ein namentlich unbekannter Regierungsvertreter wissen:
“Jede weit reichende Strafe würde als Kriegserklärung betrachtet”

Interessant sind in der Tat die unterschiedlichen seismologischen Auswertungen bzw. die unterschiedlichen Aussagen der Experten. Südkorea geht von einem Zisch aus – 550 Tonnen Sprengkraft, was nicht auf einen Atomwaffentest hindeutet, eher nach konventionellen Sprengsatz oder aber einer Fehlzündung.
Für Russland war es ein Boom, 5- 15 Kilotonnen Sprengkraft.
Zum Vergleich: Die erste eingesetzte Atombombe, 06. August 1945 in Hiroshima, hatte eine Sprengkraft von 13 Kilotonnen.

Von Fakten erschlagen – was war jetzt der Sinn dahinter?

Nun, die Welt dreht sich ein paar mehr um Herrn Kim Jong Il – vielleicht will er auch nur so sein Verhandlungsgeschick zeigen. China jedenfalls hat sich bereits von Nordkorea distanziert, Südkorea seine Unterstützung zurückgefahren. Es bestätigt sich immer wieder: Wer ficken will muss freundlich sein!

In diesem Sinne:
Morgen geht die Bombe hoch – und wir gehen alle mit.

Zisch